Gestern war das erste Mal HalliGalli in meiner WG angesagt. Und für zwei meiner Mitbewohnerinnen (die beiden 18-jährigen) war es tatsächlich das aller erste Mal. Insgesamt hatten sich 30 unserer Freunde angekündigt und vermutlich sind auch so viele erschienen. Genau kann man das nicht mehr rekonstruieren, da es ein munteres Kommen und Gehen war. Meine neuen internationalen Bekanntschaften waren zwar die Ersten auf der Party (ja, eigentlich uncool. Aber ich fands cool), aber auch die Ersten, die verschwunden sind (und ja, das ist echt uncool!). Weil unsere WG ziemlich groß ist, haben sich die Partygäste verteilt und wie ich schon häufig in Freiburg beobachten konnte, zu erst in der Küche geballt. Später dann die übliche Verteilung auf Wohn- und andere Zimmer. Nachdem die letzten meiner Freunde gegangen waren, habe ich mich auch aufs Ohr gelegt. Wie angehnehm, wenn man mal nicht 40min von der Party nach Hause fahren muss! Heute morgen wurde ich dann positiv überrascht: Statt Bierflaschenbergen begegnete ich in der Küche nur Meister-Proper glänzenden Oberflächen. Ich habe dann den restlichen Abwasch erledigt und bin jetzt in Sachen Partytrümmer beseitigen quitt mit meinen Mitbewohnerinnen. Die nächste Party ist schon in etwas mehr als einem Monat. Simones und mein Geburtstag steht an. Und es wird eine rosa Hannah-Montana-Piniata in Gitarrenform geben. Ihr dürft also auf Fotos und Bericht gespannt sein!
Heute ist übrigens Herbstanfang. Nicht kalendarisch, sondern weil wir heute die Zentralheizung angestellt haben. Draußen sind es gerade 7°, gefühlt eher 3°. Deshalb hat meine Vermieterin nun die Heizung angestellt. Es ist angenehm warm und obwohl ich eigentlich kein Herbst-Freund bin, kann ich mich im Moment ganz gut an dieses Wetter gewöhnen. Ich habe mir einen tollen Tee gekauft, lecker Abendessen gekocht, meine neuen und warmen Hausschuhe angezogen und Lese auf meinem Bett Texte für die Uni. Ich muss sagen, ich fühle mich ziemlich wohl.
Was ist in den letzten Tagen passiert? Ich habe hauptsächlich für meine Kurse gearbeitet. Je länger ich an der Uni bin, desto mehr bilde ich mir eine Meinung über sie. Ich kann soweit nicht sagen, dass es einen wesentlichen Unterschied zu Freiburg in Qualität der Lehre und Ausstattung der Bibliothek gibt. Die UB habe ich aber auch noch nicht eingeheend benutzt, soviel zu ihrer Verteidgung. Die beste Einrichtung an der ganzen Uni ist aber Service Point. Dort sind alle wichtigen Uniabteilungen vertreten und egal ob man ein Problem mit Rückmeldung oder Studiengebühren hat, die netten Damen wissen Bescheid. Man stelle sich vor: kein sinnloses Herumgeeier zwischen den unterschiedlichen Uniinstitutionen mehr! Diese Institution sollte definitiv übernommen werden, finde ich.
Gestern (Freitag) musste ich mein erstes längeres Essay über Aristoteles und Postmoderne abgeben. Das hat mich sowohl intellektuell als auch rein schreibtechnisch viel Zeit gekostet. Ich habe einige interessante Deutschlandbezogene Entdeckungen gemacht. Das tolle Antiquariat in meiner Straße bietet deutschsprachige Bücher an. Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer doppelsprachigen Schulausgabe von "Der gute Mensch von Sezuan" (B.Brecht). Außerdem gab es Postkarten aus dem Bremen der 1980er Jahre. In der neu eröffneten Filiale der 1-Dollar-Kette "Dollarama" in unserer Straße werden 500-Teile Puzzle mit Köln und Runkel (!) angeboten.
Donnerstag Abend hab ich mir gemeinsam mit meinen Mitbewohnerinnen die Premiere von "The Social Network" - genau, DEM facebook-film - angeschaut. Der Film selbst war nicht überragend. Wer vorher keine gute Meinung von Mark Zuckerberg hatte, hat sie hinterher auch nicht. Und spannend ist die Erfiung einer Webseite durch einen soziophoben Überstreber auch nicht, eher traurig. Weil die Premiere erst um Mitternacht anfing und wir aber zu früh in der Stadt waren, haben wir unsere Zeit in einem großen Buchgeschäft vertrieben. Da der Laden aus unerfindlichen Gründen bis halb 12 Abends geöffnet ist, hatten wir genug Zeit, um sämtliche Auslagen eingehend zu prüfen. Dies ist der Ort meines ersten kleinen Kulturschocks. Ihr werdet es albern finden, aber mich hat überrascht, wie groß der Markt für Schundliteratur in Nordamerika eigentlich ist. Mit Schundliteratur meine ich nicht Dr.Stefan Frank-Romane, sondern in Buchform gegossene TV-Serien oder aber auch der unselige Vampir-Trend rund um Twilight. Meine Mitbewohnerin hält mich für einen "nerd", weil ich statt Twilight-Remakes in Buchform zu frönen, lieber auf Paperback Classics stehe. Naja, es ist jedenfalls diskussionswürdig.
Letzte Woche habe ich außerdem einen "Ausflug" zu Zellers, eine Art Wal Mart gemacht. Solche "normalen" Supermärkte sind mehr oder weniger alle am Stadtrand zu finden und deshalb schwer zu erreichen. Frans und ich haben es trotzdem geschafft und ich habe ein paar famose gelbe Gummistiefel sowie eine Thermoskanne erstanden. Die Wärmflasche, welche ich in den nächsten Monaten dringend benötigen werde, scheint hierzulande aber unbekannt. Obwohl meine Mitbewohnerinnen behaupten zu wissen, wenn ich ihnen versuche zu erklären, was ich brauche. Es gibt zwar keine Wärmflaschen, aber dafür 1-Kilo-Packungen Frühstücksspeck.
Mein Plan ist, neben Essay-Schreiben für Seminar Nr.2, nächstes Wochenende mit Elizabeth und Simone nach Toronto für Thanksgiving zu fahren. Außerdem will ich mir endlich etwas zum Anziehen kaufen. Und die Maronen-Marmelade ausprobieren, die ich heute im indischen Supermarkt gefunden habe.
Alles Liebe und bis bald,
eure Hanni
Meine neuen "Granny Stiefel"

und meine neuen und äußerst praktischen Gummistiefel.
Heute ist übrigens Herbstanfang. Nicht kalendarisch, sondern weil wir heute die Zentralheizung angestellt haben. Draußen sind es gerade 7°, gefühlt eher 3°. Deshalb hat meine Vermieterin nun die Heizung angestellt. Es ist angenehm warm und obwohl ich eigentlich kein Herbst-Freund bin, kann ich mich im Moment ganz gut an dieses Wetter gewöhnen. Ich habe mir einen tollen Tee gekauft, lecker Abendessen gekocht, meine neuen und warmen Hausschuhe angezogen und Lese auf meinem Bett Texte für die Uni. Ich muss sagen, ich fühle mich ziemlich wohl.
Was ist in den letzten Tagen passiert? Ich habe hauptsächlich für meine Kurse gearbeitet. Je länger ich an der Uni bin, desto mehr bilde ich mir eine Meinung über sie. Ich kann soweit nicht sagen, dass es einen wesentlichen Unterschied zu Freiburg in Qualität der Lehre und Ausstattung der Bibliothek gibt. Die UB habe ich aber auch noch nicht eingeheend benutzt, soviel zu ihrer Verteidgung. Die beste Einrichtung an der ganzen Uni ist aber Service Point. Dort sind alle wichtigen Uniabteilungen vertreten und egal ob man ein Problem mit Rückmeldung oder Studiengebühren hat, die netten Damen wissen Bescheid. Man stelle sich vor: kein sinnloses Herumgeeier zwischen den unterschiedlichen Uniinstitutionen mehr! Diese Institution sollte definitiv übernommen werden, finde ich.
Gestern (Freitag) musste ich mein erstes längeres Essay über Aristoteles und Postmoderne abgeben. Das hat mich sowohl intellektuell als auch rein schreibtechnisch viel Zeit gekostet. Ich habe einige interessante Deutschlandbezogene Entdeckungen gemacht. Das tolle Antiquariat in meiner Straße bietet deutschsprachige Bücher an. Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer doppelsprachigen Schulausgabe von "Der gute Mensch von Sezuan" (B.Brecht). Außerdem gab es Postkarten aus dem Bremen der 1980er Jahre. In der neu eröffneten Filiale der 1-Dollar-Kette "Dollarama" in unserer Straße werden 500-Teile Puzzle mit Köln und Runkel (!) angeboten.
Donnerstag Abend hab ich mir gemeinsam mit meinen Mitbewohnerinnen die Premiere von "The Social Network" - genau, DEM facebook-film - angeschaut. Der Film selbst war nicht überragend. Wer vorher keine gute Meinung von Mark Zuckerberg hatte, hat sie hinterher auch nicht. Und spannend ist die Erfiung einer Webseite durch einen soziophoben Überstreber auch nicht, eher traurig. Weil die Premiere erst um Mitternacht anfing und wir aber zu früh in der Stadt waren, haben wir unsere Zeit in einem großen Buchgeschäft vertrieben. Da der Laden aus unerfindlichen Gründen bis halb 12 Abends geöffnet ist, hatten wir genug Zeit, um sämtliche Auslagen eingehend zu prüfen. Dies ist der Ort meines ersten kleinen Kulturschocks. Ihr werdet es albern finden, aber mich hat überrascht, wie groß der Markt für Schundliteratur in Nordamerika eigentlich ist. Mit Schundliteratur meine ich nicht Dr.Stefan Frank-Romane, sondern in Buchform gegossene TV-Serien oder aber auch der unselige Vampir-Trend rund um Twilight. Meine Mitbewohnerin hält mich für einen "nerd", weil ich statt Twilight-Remakes in Buchform zu frönen, lieber auf Paperback Classics stehe. Naja, es ist jedenfalls diskussionswürdig.
Letzte Woche habe ich außerdem einen "Ausflug" zu Zellers, eine Art Wal Mart gemacht. Solche "normalen" Supermärkte sind mehr oder weniger alle am Stadtrand zu finden und deshalb schwer zu erreichen. Frans und ich haben es trotzdem geschafft und ich habe ein paar famose gelbe Gummistiefel sowie eine Thermoskanne erstanden. Die Wärmflasche, welche ich in den nächsten Monaten dringend benötigen werde, scheint hierzulande aber unbekannt. Obwohl meine Mitbewohnerinnen behaupten zu wissen, wenn ich ihnen versuche zu erklären, was ich brauche. Es gibt zwar keine Wärmflaschen, aber dafür 1-Kilo-Packungen Frühstücksspeck.
Mein Plan ist, neben Essay-Schreiben für Seminar Nr.2, nächstes Wochenende mit Elizabeth und Simone nach Toronto für Thanksgiving zu fahren. Außerdem will ich mir endlich etwas zum Anziehen kaufen. Und die Maronen-Marmelade ausprobieren, die ich heute im indischen Supermarkt gefunden habe.
Alles Liebe und bis bald,
eure Hanni
und meine neuen und äußerst praktischen Gummistiefel.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen